Als bildende Künstlerin stelle ich Fragen zu Durchlässigkeit, Ambivalenz und Schwebezuständen. In meinen Installationen arbeite ich mit Zeichnungen und Malerei auf beweglichen Materialien, Textilien und poröser Keramik. Übergänge, Durchgängeund Durchblicke, das Dazwischen und gleichzeitig immer Da-Sein entwickelt sich an den immanenten und artefiziellen Rändern der Materialien: als geworfene Falte, Durchsichten/Durchblicke in einen Garten oder semipermeable Membran im Erdreich.
Vergrabene keramische Gefäße lassen lebenspendendes Wasser durch ihre Wändean Wurzeln dringen. Aussparungen und Leerstellen in frei hängenden Collagen, Zeichnungen und Gemälden lassen die Blicke hindurchstreifen auf Pflanzen und ihr im Wind bewegtes Geäst. Textilien undPapierbahnen transformieren den Raum und treten in Interaktion mit ihren Betrachter:innen. Die Falte als Sinnbild und Gestaltungselement öffnet optische und taktile Räume und hüllt sie ein.
Die Arbeiten entwickeln sich entlang der Übergänge zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Trockenem und Feuchtem, Sender:in und Empfänger:in, Gezeigtem und Verborgenem. Feste Grenzen zwischen diesen scheinbar widersprüchlichen Begriffen fehlen. Dieses Abtasten folgt dem Wunsch vorhandene Wurzeln zu ergründen und neue zu bilden.
As a visual artist, I ask questions about permeability, ambivalence and states of suspension. In my installations, I work with drawings and paintings on flexible/mobile materials, textiles and porous ceramics. Transitions, passages and vistas, the in-between and at the same time always being there, develop at the immanent and artefactual edges of the materials: as thrown folds, views into a garden or semi-permeable membranes in the ground.
Buried ceramic vessels allow life-giving water to penetrate through their walls to the roots. Recesses and empty spaces in free-hanging collages, drawings and paintings allow the viewer's gaze to wander through to plants and their branches moving in the wind. Textiles and sheets of paper transform the space and interact with their viewers. The fold as a symbol and design element opens up visual and tactile spaces and envelops them.
The works develop along the transitions between the visible and the invisible, the dry and the moist, the sender and the receiver, the shown and the hidden. There are no fixed boundaries between these seemingly contradictory concepts. This probing follows the desire to explore existing roots and form new ones.
Kathrin Köster
0151 53 79 33 42
Hobrechtstr 31, 12047 Berlin